Am Morgen erreichen wir den Hafen von Pointe Séraphine auf St. Lucia. Neben unserem Kreuzfahrtschiff haben auch mehrere andere Schiffe in diesem kleinen Hafen festgemacht. Nur die majestätische Queen Mary 2 liegt außerhalb vor Anker.
Direkt im Hafenbereich wird man vor herabfallenden Kokosnüssen gewarnt – ein eher ungewöhnlicher, aber eindrücklicher Hinweis. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg entlang des Piers, wo bereits ein Katamaran auf uns wartet, der uns entlang der Küste St. Lucias bringen wird.
Zunächst passieren wir die beeindruckenden Kreuzfahrtschiffe, neben denen man sich beinahe winzig fühlt. In der Ferne beobachten wir, wie die Queen Mary 2 Gäste per Tenderboot an Land bringt – im Gegensatz zu unserem kleinen Katamaran liegt sie trotz der leichten Brandung absolut ruhig im Wasser.


Unsere Tagestour führt uns die Südküste entlang, vorbei am großen Treibstofflager der Insel, bis zur idyllischen Marigot Bay – eine traumhafte Bucht mit feinem Sandstrand, zahlreichen Segelbooten und ein paar gemütlichen Bars. Wir drehen eine kleine Runde durch die Bucht, bevor wir weiter Richtung Süden fahren.

In einer abgelegenen Bucht machen wir schließlich Halt. Gemeinsam mit anderen Ausflugsbooten gehen wir ins Wasser – und verlieren dabei völlig das Zeitgefühl. Eine gute halbe Stunde verbringen wir schnorchelnd und schwimmend im Meer, während unser Boot längst zur Abfahrt bereit ist. Ein bisschen peinlich, als wir schließlich als Letzte wieder an Bord gehen.
Die Fahrt führt uns danach noch weiter die Küste entlang, bis wir an einem Aussichtspunkt ankommen, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Mount Gimie hat, den höchsten Berg der Insel mit seinen 950 Metern.

Erschöpft, aber glücklich kehren wir am frühen Nachmittag zurück. Die drückende Hitze liegt schwer in der Luft – aber der Tag war jede Schweißperle wert.